Die unterschiedlichen Ursachen von Haarausfall

Wie wir bereits erfahren haben, kann Haarausfall prinzipiell jeden Menschen treffen. Die Ursachen dafür sind sehr breit gefächert.

Infektion

Eine häufig übersehen Ursache sind Infektionskrankheiten.

  • Auswirkungen von Cellulitis
  • Pilzinfektionen wie Tinea capitis
  • Follikulitis
  • Sekundäre Syphilis
  • Demodex folliculorum. Eine mikroskopisch kleine Milbe, die sich vom Talg ernährt der von den Talgdrüsen produziert wird, entzieht dem Haar wichtige Nährstoffe und kann zu Ausdünnung führen. Demodex folliculorum ist nicht auf jeder Kopfhaut vorhanden und lebt mit größerer Wahrscheinlichkeit in einer übermäßig öligen Kopfhautumgebung.

Haarausfall nach Medikamenteneinsatz

Vorübergehender oder dauerhafter Haarausfall kann durch verschiedene Medikamente verursacht werden, einschließlich solcher gegen Blutdruckprobleme, Diabetes, Herzerkrankungen und Cholesterin. Jedes Medikament, welche den Hormonhaushalt des Körpers beeinflusst kann einen derartigen Effekt haben. Dazu gehören die Verhütungspille, die Hormonersatztherapie, Steroide und Aknemedikamente. Auch einige Behandlungen zur Heilung von mykotischen Infektionen können zu massivem Haarausfall führen.

Haarausfall durch Traum

Traktionsalopezie tritt am häufigsten bei Menschen mit Pferdeschwänzen oder Cornrows auf, die mit übermäßiger Kraft an den Haaren ziehen. Darüber hinaus kann durch strenges Bürsten und Wärmestyling, raue Kopfhautmassage die Nagelhaut, also die harte äußere Hülle des Haares, beschädigt werden. Dies führt dazu, dass einzelne Strähnen schwach werden und abbrechen, wodurch das gesamte Haarvolumen verringert wird. Reibungsalopezie ist ein Haarausfall, der durch Reiben des Haars oder der Follikel verursacht wird, am meisten berüchtigt um die Knöchel von Männern von Socken, wobei das Haar oft nicht nachwächst, selbst wenn die Socken nicht mehr getragen werden. Trichotillomanie ist der Haarausfall, der durch zwanghaftes Ziehen und Biegen der Haare verursacht wird. Das Einsetzen dieser Störung beginnt in der Regel mit dem Einsetzen der Pubertät und setzt sich in der Regel im Erwachsenenalter fort. Durch das ständige Herausziehen der Haarwurzeln kann es zu einem dauerhaften Haarausfall kommen.

Haarausfall während der Schwangerschaft

Der Haarausfall erfolgt häufig nach der Geburt, ohne dass eine Kahlköpfigkeit auftritt. In dieser Situation ist das Haar während der Schwangerschaft aufgrund von vermehrt zirkulierenden Östrogenen tatsächlich dicker. In der Regel zwischen 2 und 5 Monaten nach der Entbindung sinken die Östrogenspiegel und es kommt zu Haarausfall, häufig besonders im Bereich des Haaransatzes und der Schläfen. Das Haar wächst normalerweise nach und eine Behandlung ist nicht notwendig. Eine ähnliche Situation tritt bei Frauen auf, die fruchtbarkeitsstimulierende Medikamente einnehmen.

Andere häufige Ursachen von Haarausfall

Alopecia areata ist eine Autoimmunerkrankung, die auch als "Fleckenkahlheit" bezeichnet wird und zu Haarausfall führen kann, der von nur einer Stelle bis zu jedem Haar am ganzen Körper reicht. Obwohl angenommen wird, dass Haarfollikel inaktiv werden ist nicht bekannt, was Alopecia areata auslöst. In den meisten Fällen korrigiert sich der Zustand von selbst, kann sich aber auch auf die gesamte Kopfhaut oder den gesamten Körper ausbreiten.